Anwendung und Lösungen für LVDT-Positionssensoren in Hochdruckumgebungen

ABEK SENSORS 16. Januar 2026

Für die meisten Anwendungen von Positionssensoren mit linear variablem Differentialtransformator (LVDT) erfüllen Standard-LVDTs die Betriebsanforderungen. In bestimmten speziellen Hochdruckumgebungen erfordern jedoch strengere Bedingungen einen verbesserten Schutz und eine höhere Anpassungsfähigkeit der LVDTs. Dies erfordert Konstruktionsüberlegungen und maßgeschneiderte Modifikationen, die auf bestimmte Anwendungsszenarien zugeschnitten sind. Dieser Artikel konzentriert sich auf verschiedene Hochdruckanwendungen und beschreibt detailliert LVDT-Anpassungslösungen und entsprechende Strategien.

Typische Anwendungen von Hochdruck-LVDTs

Servoventile, Bohrgeräte und Hochdruckpumpen sind typische Geräte, bei denen Hochdruck-LVDTs zur Wegmessung eingesetzt werden. In solchen Szenarien stellt hoher Druck den primären Risikofaktor für den stabilen Betrieb von LVDTs dar: Übermäßiger Druck kann den Sensorkörper direkt komprimieren oder die Dichtungsstruktur des Sensors beeinträchtigen, sodass Feuchtigkeit oder andere Medien in das Innere eindringen können. Sobald diese Substanzen in die Schaltkreise oder Wicklungsbereiche eindringen, verursachen sie leicht Kurzschlüsse und Durchbrennungen, was letztendlich zum Ausfall des LVDT führt. Es ist wichtig zu beachten, dass LVDTs eine relativ niedrige Ausfalldruckschwelle haben – unter bestimmten Betriebsbedingungen kann es bereits bei 0,5 MPa zu einem Ausfall kommen. Darüber hinaus variiert diese Ausfallschwelle in Abhängigkeit von Umweltfaktoren wie Medientyp und Temperatur sowie dem spezifischen Anwendungsszenario.

Drei Lösungen für Hochdruckumgebungen

Um den Auswirkungen von Hochdruckbedingungen auf LVDTs entgegenzuwirken, werden in der Regel drei primäre Lösungen eingesetzt. Bei der Auswahl müssen die tatsächliche Druckstufe, die Platzbeschränkungen bei der Installation und die allgemeinen Anforderungen an die Anwendungskompatibilität umfassend berücksichtigt werden, um die Angemessenheit und Durchführbarkeit der Lösung sicherzustellen.

Option 1 – Standard-LVDT + Druckschlauch

Diese Lösung verwendet Standard-LVDT-Produkte (z. B. Sensoren mit großem Durchmesser der Serie FCNA20), deren Druckbeständigkeit durch maßgeschneiderte isolierende Druckhülsen oder geschweißte Schutzkonstruktionen erreicht wird. Bei der Konstruktion der Schutzvorrichtung muss sich der LVDT-Kern innerhalb der Schweißnaht bewegen können, während das Isolierrohr aus nichtmagnetischem Material bestehen muss, um Störungen der Magnetfeldmessgenauigkeit des LVDT zu vermeiden. Diese Lösung findet breite Anwendung in Geräten wie hydraulischen Servoventilen für Bohr-, Fracking- und Bergbauarbeiten sowie in Hochleistungs-Hydraulikventilen für die Torflächendetektion.

Diese Lösung hat jedoch in der Praxis nur begrenzte Anwendung gefunden. Im Wesentlichen müssen die Anwender die Herausforderungen des Hochdruckschutzes selbst bewältigen, was nicht nur die Betriebskosten erhöht, sondern auch die Verantwortung für Geräteausfälle und potenzielle Risiken, die sich aus einer unzureichenden Auslegung der Schutzvorrichtungen ergeben, auf den Anwender verlagert. Daher wird für Umgebungen mit extrem hohem Druck dringend empfohlen, erfahrene Hersteller mit der Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen zu beauftragen, um die Kompatibilität der Geräte und die Betriebssicherheit zu gewährleisten.

small size lvdt inductive sensor

Option 2 – LVDT mit offener Bohrung

LVDTs mit offener Bohrung erzielen einen Druckausgleich zwischen Innen- und Außenbereich durch Durchgangsbohrungen im Gehäuse und verhindern so Schäden durch Hochdruckkompression an der Baugruppe. Die Serie FCXA10 hält beispielsweise hohen Drücken von bis zu 200 MPa stand.

Dieses Design hat klare umweltbedingte Einschränkungen, da es nur in nichtleitenden Flüssigkeitsumgebungen oder Hochdruckgasszenarien ohne Flüssigkeiten (wie Hochdruckluft- oder Inertgasumgebungen) einsetzbar ist. Es erfordert unbedingt die Vermeidung der Gefahr von Kurzschlüssen, die durch das Eindringen leitfähiger Medien verursacht werden.

Option 3 – Kundenspezifischer verstärkter LVDT

Verstärkte LVDTs sind vollständig maßgeschneiderte Lösungen für spezifische Hochdruckanwendungen, die in erster Linie zwei Konstruktionsausführungen aufweisen: Die erste Ausführung verfügt über eine doppelschichtige Hülsenkonfiguration, bei der das Innenrohr mit Wicklungen in eine Außenhülse eingebettet ist. Beide Enden sind mit Epoxidharz versiegelt, wobei die Außenhülse sowohl für die Dichtheit als auch für die strukturelle Festigkeit sorgt. Die zweite Ausführung nutzt eine geschweißte Struktur, die für extreme Hochdrucksituationen mit Wasser und korrosiven Medien geeignet ist.

Geschweißte LVDTs werden in der Regel aus dickeren, hochfesten Materialien hergestellt. Dies führt zwar zu einem höheren Gewicht der Geräte, einer größeren Wandstärke und höheren Herstellungskosten sowie zu größeren Gesamtabmessungen, aber die Konstruktion bietet eine überragende Festigkeit. Sie hält extremen Drücken von über 35 MPa stand und gewährleistet einen langfristig stabilen Betrieb unter anspruchsvollen Bedingungen.

Schlussbemerkungen

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass LVDTs durch eine rationelle Konstruktion oder kundenspezifische Modifikationen an extreme Hochdruckumgebungen angepasst werden können. Bei der Auswahl ist es wichtig, wichtige Informationen wie Druckstufe, Mediumstyp und Einbauraum für die spezifischen Betriebsbedingungen zu ermitteln. Auf diese Weise lassen sich hochkompatible Lösungen finden, die innerhalb des Budgetrahmens bleiben. Nur so kann ein langfristig stabiler Betrieb von LVDTs in Hochdruckumgebungen gewährleistet werden, wodurch hohe Reparaturkosten und Produktionsausfallrisiken aufgrund von Geräteausfällen vermieden werden.

ABEK SENSORS entwickelt und fertigt Positionssensoren für anspruchsvolle Umgebungen. Bitte kontaktieren Sie uns bei Fragen zu Ihren Herausforderungen in der Positionsmessung!

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